Dieses Relief am Noah-Turm zeigt etwas ganz Typisches für unsere Zeit. Wahrscheinlich hat sich das schon Ende der 70er Jahre, als Emil Wachter dieses Relief entwarf, abgezeichnet. Zwei Menschen haben zwar engen Kontakt zueinander, doch sie schauen in entgegengesetzte Richtungen. Ihre beiden Köpfe sind auch noch um 180 Grad verdreht, so dass sie die Welt unterschiedlich wahrnehmen, die eine schaut nach unten, der andere nach oben. Schließlich sind ihre Augen nicht sichtbar, es scheint, als tragen sie Brillen. Sie können die Welt nicht wirklich wahrnehmen, es ist zu vermuten, dass es Sonnenbrillen sind. Es sind zwei Menschen, die zwar eng beisammen sind, aber doch so weit wie irgend möglich von einander getrennt. Sie können sich nicht unterhalten, es gibt nichts, das sie verbindet. Vielleicht sind es die Menschen, die nicht mehr auf Gott und aufeinander hören und sich nach dem Bericht aus dem Buch Genesis von Gott abgewandt haben: »5 Der HERR sah, dass die Menschen auf der Erde völlig verdorben waren. Alles, was aus ihrem Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen, war durch und durch böse.« (Genesis 6,5, Übersetzung Gute Nachricht) Für Gott war es Anlass, die Verhältnisse neu ordnen und einen Neuanfang zu setzen.