„Credo Collab“-Gewinner überzeugen auf der Bühne

27.04.2026 | Popmusikprojekt: Beim Song-Contest-Finale in der Popakademie Mannheim werden besondere Musiker ausgezeichnet

Freiburg/Mannheim. Wie klingt Glaube im Jahr 2026? Nicht nach festen Antworten, sondern nach Suche, Umwegen und auch Zweifeln. Neue Popklänge des christlichen Glaubens haben am Samstag beim Song-Contest-Abschluss von „Credo Collab“ für Begeisterung gesorgt. Insgesamt 120 Besucher feierten damit einen Meilenstein des Popmusikprojekts der katholischen Kirche in Baden-Württemberg. Prämiert wurden insgesamt 15 Gewinnerinnen und Gewinner aus ganz Deutschland, deren Songs auch live zum ersten Mal auf der Bühne zu hören waren. Aus den Gewinnersongs und sieben weiteren Liedern soll bis Frühjahr 2027 ein gemeinsames Album entstehen, das in mehreren Konzertevents an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg nach und nach veröffentlicht wird.
 

Zweifel als Teil des Glaubens

Die Gewinnersongs drücken Zweifel, Suche und Glauben als lebenslangen Prozess aus: Die Künstlerin Elli aus Nordrhein-Westfalen gehört mit ihrem Song „suchend, fühlend, zweifelnd“ zu den fünf Hauptgewinnern, die jeweils ein Produktionsbudget von 3000 Euro gewonnen haben. Auch die Gewinnerin Michal aus Mannheim stimmt in ihrem Gewinnersong nachdenkliche Töne an und singt im Song „Berge und Täler“ vom persönlichen Auf und Ab des Glaubenswegs. Sie verbindet vor allem Musik und Comedy miteinander. Der Musiker und Produzent Samuel Breuer aus Köln wählt einen überraschenden Zugang: Er gewinnt mit dem Song „Danke“, der von seiner persönlichen Reise zu einem neuen tiefen Gottvertrauen mit interreligiöser Sicht erzählt. Der Singer-Songwriter Björn Amadeus aus Osnabrück trifft mit dem Gewinnersong „Wovon soll ich noch träumen“ ein Lebensgefühl vieler junger Erwachsener. Den Abend mit insgesamt elf Artists und Bands auf der Bühne beendete die Mannheimer Band Fara, die mit ihrem Song „Komm nach Haus“ ebenso zu den fünf Hauptgewinnern zählt. Das Lied greift das biblische Motiv des verlorenen Sohns auf, der von offenen Armen zuhause empfangen wird. 
 
„Mit dem Song Contest waren wir auf der Suche nach Popliedern, die christliche Glaubensthemen in ungewohnter Weise ausdrücken. Gerade Zweifel und Fragen sind im christlichen Popmainstream seltener“, erzählt Mitinitiator Tobias Aldinger von der Erzdiözese Freiburg. „Wir freuen uns sehr, dass dies mit 50 Einsendungen zum Contest gelungen ist.“
 
Die Beteiligten am Credo-Collab-Finale

Weitere Preisträger prämiert

Zehn weitere Preisträgerinnen und Preisträger wurden mit einem Preisgeld von 300 Euro prämiert. Dazu gehörten Wildhier (Merlin Wild) aus Künzell, Bastian Benoa aus Stuttgart, Clär (Clara Repmann) aus Frankfurt, Rebecca Krämer aus Kandern, Simon Taglauer aus Fürth, Josef John aus Singen, die Band Munday aus Mannheim, Elisa Maria Loveecchio aus Tettnang, Hedwig Petersen aus Freiburg und Samuel Rösch aus Sachsen. „Danke für die vielen Einsendungen und Songs, die persönlichen Glauben ausdrücken und auch mutige Fragen stellen. Sie zeigen, dass der christliche Glaube kein Verfallsdatum hat,“ betont Georg Austen vom Bonifatiuswerk, einer der fünf Jurymitglieder. Das katholische Hilfswerk hat zusammen mit der Erzdiözese Freiburg die Preisgelder im Wert von 18.000 Euro ermöglicht.

Finale ist erst der Anfang

Dieses Finale war eigentlich erst der Anfang des popmusikalischen Projekts „Credo Collab“. Nun geht es an die Arbeit für das gemeinsame Album, und damit verbunden auch an mehrere Konzerte.
 
„Unsere Ausgangsfrage war immer: Wie klingt ein popmusikalisches Glaubensbekenntnis junger Menschen?,“ beschreibt der Popkantor Sebastian Heeß aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Projektidee. Mitinitiator Jan Eisele aus der Erzdiözese Freiburg ergänzt das Projekt-Anliegen: „Wir wollen die Kraft der christlichen Lebensweisheit hörbar machen und wollen jungen Menschen Raum für Begegnung, Kunst und für den eigenen Glaubensausdruck ermöglichen.“
 
Auf der Website www.credo-collab.de und auf Instagram (@credo.collab) kann die Entstehung des Albums verfolgt werden.
 
(pef)
 
  
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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben.