Freiburger Erzdiözese-Fans unterstützen stimmgewaltig ihr Fußball-Team

15.06.2026 | Bunt zusammengesetzte Mannschaft steigert sich bei deutschem Bistums-Turnier in Erfurt

Freiburg/Erfurt. Mit beachtenswerter Fan-Unterstützung, einem zehnten Platz sowie vielen gemeinsamen Erlebnissen ist die Fußball-Mannschaft des Erzbistums Freiburg aus Erfurt zurückgekehrt. Hier war das bunt zusammengesetzte Team beim traditionellen Fußballturnier der deutschen katholischen Bistümer gefragt. Besonders die Spielführerin, Trainerin und Motivatorin Sandy Gwiasda ging getreu des T-Shirt-Mottos „Eine Diözese. Ein Team“ vorbildhaft voran.
 
Erst mit Trainings- und Taktikeinheiten auf den Rastplätzen hatte sich das Team des Erzbistums Freiburg am Freitag auf das Fußballturnier der deutschen katholischen Bistümer am Samstag vorbereiten können. „Spielerisch waren die anderen Mannschaften eine große Herausforderung, da diese größtenteils insgesamt jünger, schneller und als Team spielerisch eingespielter waren“, bilanzierte das Orga-Team mit Michaela Frieden, Karin Schneider und Julia Disch am Montag (15. Juni). „Wir waren die einzige Mannschaft mit drei Frauen, die auch immer gespielt haben und so manchen großen, schnellen Spieler mit ihrem unermüdlichen Einsatz überrascht haben.“ Torfrau Sandy Gwiasda verdiente sich ein Sonderlob. Sie parierte viele Torschüsse und trug maßgeblich dazu bei, dass Spiele nur knapp verloren wurden oder unentschieden ausgingen.

Team steigert sich und gewinnt

Das Freiburger Team wurde von Spiel zu Spiel besser, gegen das Bistum Augsburg konnte dann ein Sieg gefeiert werden. Unterm Strich stand ein zehnter von zwölf Plätzen. Das Bistum Münster sicherte sich den Siegerpokal, womit in zwei Jahren die Münsteraner als Gastgeber fungieren. „Wenn wir noch drei bis vier weitere Spiele gehabt hätten, hätte das Ergebnis sicherlich besser ausgesehen“, sagt das Orga-Trio. Eine Besonderheit: In der Freiburger Mannschaft wurden noch zwei Münchener Spieler und Kollegen aufgenommen, die ohne Mannschaft anreisen mussten, da sich beim Bistum München-Freising nicht genügend Mitreisende gefunden hatten. „Das hat sowohl für uns als auch für die beiden Gäste spielerisch und persönlich sehr gut gepasst, die Kontaktdaten sind ausgetauscht.“
 
 
Als abermaligen Erfolg konnte der Support verbucht werden: Die Freiburger Fans unterstützen ihr Team wie vor zwei Jahren lautstark. Eine Verteidigung des schon zwei Mal überreichten Fanpokals „Beste Fans Bistümer Deutschlands“ war aber nicht möglich, da dieser bei der Neuauflage des Turniers nicht verliehen wurde. Denn: Das Turnier ist von einer schweren Verletzung eines Osnabrücker Spielers überschattet worden, der im Krankenhaus direkt operiert werden musste. Daraufhin ging der Fan-Pokal als ein Pokal der Herzen als kleiner Trost an das Bistum Osnabrück – auch als Zeichen und Mitgefühl für den verletzten Spieler.

Vorbildliche Fans

Die Freiburger Anhänger wurden jedoch als besten Fans angesehen. Sie waren ausgestattet mit neuen Shirts, passend zu den Trikots, sowie mit rot glitzernden Pompoms. Ein „Wir haben gute Laune"-Tanz beim Einlauf und das unermüdliche Anfeuern der Mannschaft sorgten für Stimmung – und später für strapazierte Stimmbänder. Eine bunte Mischung von Kolleginnen und Kollegen vieler Hauptabteilungen aus dem Erzbischöflichen Ordinariat, dem Bildungswerk, von Pfarreien sowie Ruheständler bildeten Team und Fans. Ziel ist nun, in zwei Jahren in Münster den Fan-Pokal erneut zu erringen. Das Fußballturnier der Deutschen Diözese findet alle zwei Jahre statt, es handelte sich schon um die 28. Auflage.
 
 
Das Freiburger Team und die Fans hatten sich am Freitag auf den Weg nach Thüringen gemacht, den von Generalvikar Christoph Neubrand bei Abfahrt erteilten Segen mit im Gepäck. Schon unterwegs ging es sportlich zu: „Dieses Jahr hat es zeitlich leider nicht geklappt, sich vorher zum Spielen und für Taktikabsprachen zu treffen, doch dadurch, dass einige aktive oder ehemalige Fußballspieler und -spielerinnen dabei waren, funktionierte die Vorbereitung in den Pausen auf dem Parkplatz der Raststätte  ganz gut – vor allem bei der langen Fahrt mit entsprechenden Pausen“, schildert Mit-Organisatorin Michaela Frieden, die hauptberuflich die Sachgebietsleitung Diözesanes Baumanagement inne hat.
 

Fußball als Verbindung von Menschen

Zwölf Personen bildeten das Fußballteam, 16 Fans waren als Supporter mit dabei – gespielt wurde über zwölf Minuten hinweg fünf plus eins auf einem Kleinspielfeld – so die Rahmendaten des Turniers für den Samstag. Gecoacht wurde die Mannschaft vor Ort federführend von Sandy Gwiasda, die als Torfrau und Trainerin agierte. „Solche Veranstaltungen gehören für mich zu den schönsten Erlebnissen im Sport. Gerade Fußball ist etwas, das Menschen auf der ganzen Welt miteinander verbindet“, erzählt die Sachbearbeiterin für kirchliche Rechts- und Fachaufsicht (siehe auch ausführliches EBFR-Interview).
Dieses Jahr konnte das Freiburger Bistums-Team auch auf die Unterstützung der Stiftungen der Erzdiözese setzen. Diese finanzierten 15 neue Trikots und 20 Fanshirts. Außerdem bekam jede Person einen Erzdiözese-Turnbeutel gefüllt mit einem Apfel, Traubenzucker, Müsliriegel und Mineralwasser für die Stärkung zwischendurch.
 
Unterm Strich zählte am Wochenende vor allem das Miteinander, wie die Organisatoren um Michaela Frieden unterstreichen: „Das Tolle ist, dass egal welche Abteilung, welche Position, welches Alter, welchen Titel man trägt, man ist ein Team und solche Veranstaltungen sind unglaublich fördernd für die Dienstgemeinschaft, auch wenn es „nur“ 28 Personen sind.“

Info:

Rangliste Turnier 2026:
1. Münster, 2. Paderborn, 3. Köln, 4. Erfurt, 5. KZVK, 6. Aachen, 7. Osnabrück, 8. Ecclesia Detmold, 9. Dresden-Meißen, 10. Freiburg, 11. Augsburg, 12. Essen
 

Mit humoristischem Augenzwinkern auf beiden Seiten: Die Trainerin des Freiburger Erzbistums-Teams, Sandy Gwiasda, liefert interessante Antworten auf fünf EBFR-Fragen.

Was reizte Sie an dem Turnier der Bistümer und der Trainerin-Tätigkeit in Erfurt?
In gewisser Weise wurde bereits mit meiner Einstellung die Teilnahme am Turnier vertraglich festgelegt. Als wir damals im Bewerbungsgespräch über Hobbys gesprochen haben, wurde das direkt eingetütet. Somit war klar, dass ich zumindest als Spielerin am Turnier teilnehme.  Was für mich als Trainerin jedoch an erster Stelle steht, sind der gemeinsame Spaß und die Liebe zum Sport, die wir gerne mit allen teilen möchten.
Ihnen ist das Wirken an der Seitenlinie auch nicht fremd…
Da ich beim FC Freiburg St. Georgen im vergangenen Jahr erfolgreich den Basis-Coach absolviert habe und mich in diesem Jahr auf meinem Weg als Trainerin weiterbilde, habe ich unserem Organisationsteam selbstverständlich meine Unterstützung angeboten. Durch meine Kontakte stand der Trainingsplatz sowie das nötige Material zur Verfügung. So bin ich schließlich in die Trainerrolle hineingerutscht.
Ein Team, das auf Rastplätzen die ersten Übungseinheiten absolviert, ist sicherlich eine Herausforderung für jeden Trainer: Wie haben Sie es geschafft, die richtige Position für jeden Spieler und jede Spielerin zu finden?
Ich bin sowohl als Spielerin als auch als Trainerin sehr ehrgeizig. Mein Training war unglaublich streng und intensiv, weshalb wir leider bereits vor Reisebeginn zwei verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen mussten. Gleichzeitig zeigte sich hier aber auch der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Denn selbst Verletzungen hielten niemanden davon ab, das Team als Fan zu unterstützen und mitzureisen. Vor der Fahrt musste ich mir über die Aufstellung daher keine allzu großen Gedanken machen. Ich habe einfach einen Würfel eingepackt und die Positionen wurden ausgewürfelt.
Kam denn eine Taktiktafel zum Einsatz oder haben Sie per Megafon Anweisungen gegeben?
Es wurde alles eingepackt: Taktiktafel, Trillerpfeife, Taschentücher, Eisspray und Pflaster. Was nicht mehr in den Koffer gepasst hat, war das Megafon. Das wurde aber auch nicht benötigt, denn ich bin selbst ein Megafon. Anweisungen wurden per Stimme, wilden Sprüngen an der Seitenlinie und schwer interpretierbarer Gestik übermittelt. Eines durfte dabei auf keinen Fall fehlen: die Emotionen.
Welchen Stellenwert hat der Support durch die Fans für die Spielerinnen und Spieler?
Seien wir ehrlich: Man steht auf dem Platz und gibt alles. Nach den ersten fünf Minuten sind die Kräfte bereits aufgebraucht, dabei ist das Spiel noch lange nicht vorbei. Und dann hilft nur noch eines: die Fans. Jeder Jubel, jede La-Ola-Welle, jedes Bier-Anstoßen am Spielfeldrand – all das verwandelt sich direkt in Motivation und landet unmittelbar in den Köpfen und in den Beinen.
 
(mf)
 
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Rundumversorgung

Hier ist eines der wenigen Bilder ohne einen direkten biblischen Bezug an der Autobahnkirche. Im besten Fall kann man von einem symbolischen Bezug reden zu einem Zustand, den man am besten mit »Schlaraffenland« umschreiben kann. Man stelle sich vor, wenn Bären in Nordeuropa und -amerika zur Zeit der Lachswanderung an den Wasserfällen sitzen und ohne große Mühe Fische im Überfluss fangen können. Zumindest für eine kurze Zeit ist für reichlich Nahrung gesorgt. Das Angebot ist größer, als im Augenblick gebraucht wird. Ja, das ist eine Definition von Paradies, dass man sich um die tägliche Nahrung nicht kümmern muss. Für die Menschen in biblischen Zeiten eine Vorstellung, die sehr reale Züge hatte. Wie oft wurde die Ernte durch Kriege zerstört, wie oft haben Dürren oder Unwetter die gesamte Ernte vernichtet. Das Versprechen, in ein Land ziehen zu können, in dem Milch und Honig fließen, in dem Grundlebensmittel und Konsumgüter in ausreichender Menge vorhanden sind.