Lars Brezina und Thomas Michael Kiesebrink zu Diakonen geweiht

21.06.2026 | Erzbischof Stephan Burger: „Aller Furcht und Angst trotzen“

Waibstadt/Freiburg. Lars Brezina und Dr. Thomas Michael Kiesebrink haben in der Kirche „Unsere Liebe Frau“ in Waibstadt die Diakonweihe empfangen. In seiner Predigt anlässlich des feierlichen Gottesdienstes am Sonntag (21.06.) sagte Erzbischof Stephan Burger, dass beide damit ein Bekenntnis abgeben, aller Furcht und Angst zu trotzen. „Sich zu bekennen heißt, sich auf die Seite des Lebens überhaupt zu stellen.“ Die Diakone würden der Öffentlichkeit zeigen, dass sie auf der Seite des Lebens, der Gerechtigkeit und der am Rande Stehenden, der Benachteiligten, der Verletzten, der Vulnerablen im weitesten Sinne stehen.
 
 
Der Dienst weise über die alltäglichen Ängste und alle Begebenheiten hinaus, die das Fürchten lehren. „Ihr Dienst wird dazu beitragen, mit den Befürchtungen und Ängsten anders umgehen zu können, sich davon nicht aufreiben oder gar unterkriegen zu lassen. Und ihr Dienst werde umso glaubwürdiger wahrgenommen und ihre Botschaft als tragfähig für das Leben erachtet, je konsequenter und klarer die beiden Diakone selbst diese Botschaft leben und sich zu eigen machen. 
 
Allen in der Kirche Tätigen und weiteren Gläubigen gab Burger mit auf den weiteren Weg: „Wir alle dürfen darin gewiss sein, dass Gott uns nicht fallen lässt und uns allein nicht mit den Ängsten und Befürchtungen dieser Welt ausliefert.“ Der Erzbischof sagte: „Fürchtet euch also nicht, sondern stellen wir uns ehrfürchtig vor dem lebendigen Gott.“ Denn Kriege, Konflikte oder auch politische und gesellschaftliche Befürchtungen würden mittlerweile das Leben unzähliger Menschen bestimmen. 

Zu Diakonen geweiht wurden:

Diakonweihe: Station auf dem Weg zur Priesterweihe

Die Weihe zum Diakon ist für die beiden Männer eine Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf dem Berufungs- und Ausbildungsweg als Priesteramtskandidat. Seit 2025 arbeiten sie in einem Pastoralpraktikum in einer Seelsorgeeinheit der Erzdiözese Freiburg und bereiten sich intensiv auf ihre Diakonweihe vor. Das Wort „Diakon“ stammt vom griechischen Verb „diakonein“. Es bedeutet „dienen“ und „fürsorglich helfen“. 
 
Der Erzbischof weiht die Kandidaten durch Handauflegung und das von ihm gesprochene Weihehochgebet. Im Anschluss daran werden die Diakone mit der Stola und der so genannten Dalmatik bekleidet, die Zeichen ihres Dienstamtes sind. Sie erhalten zudem ein Evangeliar überreicht, denn die Verkündigung des Evangeliums ist eine ihrer zentralen Aufgaben. Am Ende der Weihe entbietet der Erzbischof den neugeweihten Diakonen als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.
 
(mf)
 
  
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Das macht mir Angst

Als Jesus mit Petrus, Jakobus und Johannes auf den Berg Tabor hinaufgestiegen waren, geschah etwas für die drei Begleiter Jesu Beängstigendes: »29 Während er betete, veränderte sich sein Gesicht und seine Kleider wurden leuchtend weiß. 30 Und dann standen auf einmal zwei Männer neben ihm und redeten mit ihm. Es waren Mose und Elija. 31 Sie erschienen in himmlischem Glanz und sprachen mit ihm über das Ende, das er nach Gottes Plan in Jerusalem nehmen sollte. 32 Petrus und die zwei anderen Jünger waren in tiefen Schlaf gefallen. Als sie aufwachten, sahen sie Jesus in seinem himmlischen Glanz und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Als die beiden von Jesus weggehen wollten, sagte Petrus zu Jesus: »Wie gut, dass wir hier sind, Herr! Wir wollen drei Zelte aufschlagen, eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.« – Er wusste nicht, was er da redete. 34 Noch während Petrus das sagte, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf Jesus und auf Mose und Elija. Die drei wurden ganz eingehüllt von der Wolke, und die Jünger bekamen Angst. 35 Eine Stimme aus der Wolke sagte: »Dies ist mein Sohn, ihn habe ich erwählt; auf ihn sollt ihr hören!« 36 Nachdem die Stimme das gesagt hatte, war nur noch Jesus allein zu sehen. Die drei Jünger behielten dies alles für sich und erzählten damals niemand, was sie gesehen hatten. (Lukas 9, 29-36, Übersetzung Gute Nachricht, vgl. Markus 9,2–9; Matthäus 17,1–8).